Bayerische Bräuche von Advent bis Fasching

Gelebte und fast vergessene bayerische Bräuche von Advent bis Fasching werden bei einer Reihe von Veranstaltungen in unserem aktuellen Programm lebendig. Darunter sind zwei Vorträge des Heimat- und Geschichtsvereins Neufahrn, mit dem unsere Volkshochschule seit einiger Zeit regelmäßig zusammenarbeitet, und eine Führung in Kooperation mit dem Heimatmuseum Unterschleißheim.

Den Auftakt macht die Kunsthistorikerin Dr. Sylvia Hahn, die am 30. November kurz vor der Eröffnung des „Neufahrner Krippenweges“ die Geschichte der Krippe und ihrer Figuren erläutert. An dem Abend des Heimatvereins im Gasthof Maisberger präsentiert die Neufahrnerin auch Beispiele aus dem Freisinger Diözesanmuseum, das sie über viele Jahre leitete.

Eine Führung in München stellt weitere vorweihnachtliche Traditionen in Oberbayern vor, wie das Engelamt, das Kleznbrotanschneiden, das Pantoffelwerfen und viele mehr.  Der Rundgang beginnt am zweiten Adventssonntag um 14 Uhr vor dem Spielzeugmuseum und führt  abseits der Christkindlmärkte durch die Altstadt. Wer mitkommen möchte, kann sich bei der vhs Neufahrn dafür anmelden, ebenso für eine Themenführung am 7. Januar im Heimatmuseum Unterschleißheim zu den „Rauhnächten“.

In diesen Nächten zwischen Weihnachten und dem 6. Januar treiben dem Volksglauben nach allerhand Gestalten der Finsternis ihr Unwesen. Eine Referentin des Museums stellt die Mythologie vor und zeigt, wie die Menschen früher versuchten, sich zu schützen.  

Ein Vortrag mit dem Titel „Spießrecken, Wurschtsuppnfoarn und Fischzug: Fasching in Bayern“ schließt den Streifzug durch das bayerische Brauchtum ab. Der Heimat- und Geschichtsverein Neufahrn konnte dafür die BR-Redakteurin und Volksmusik-Expertin Evi Strehl gewinnen und lädt  am 30. Januar in den Gasthof Maisberger ein.